>>pasdedeuX

Hinter den Projektionen

In pasdedeuX  stellt sich blist  mittels der Figur von William Shakespeares Ophelia und Auszügen aus James McNeil Whistlers Ten O’ Clock Lecture die Frage, was hinter all den Projektionsflächen und Schablonen einer Gesellschaft der Sinnstifter aus Kunst, Literatur, Theater und Kritik steht, wann ursprüngliche Merkmale durch Projektion und Neukodierung in einen anderen Sinn kippen und was für Absichten hinter diesen Handlungen liegen.

>> Besetzung, Verzerrung, Manipulation?

Ist Umdeutung und Neukodierung eine Reaktion auf die Angst vor persönlichem und emotionalem Verlust? Und was soll damit fixiert oder gar festgesetzt werden?

>> Etwa Natur und hierdurch ein vermeintlicher Anspruch auf Wahrheit?

>> Was war an Natur jemals wahr?

Der Plattenspieler spielt dabei eine Kippfigur zwischen Neuinterpretation und reiner Wiederholung, zwischen Ursprung und Projektion. Der Moment des Erlebens bezieht sich nicht mehr auf Vorproduziertes, Vorinterpretiertes, Aufgezeichnetes und Fixiertes, sondern auf das Ereignis des Auflegens und Abhörens mit performativer Verklammerung.

Konzept: blist
Performance: Verena Lercher, Peter Ender
Komposition: Gerriet K. Sharma
Bühne & Licht: Penelope Wehrli

Gefördert von der A9 Kulturfördrung Land Steiermark