blist


>>   Was bedeutet ein Moment, wenn ich diesen mit dem (kollektiven) Bewusstsein erlebe, dass er sofort aufzeichen- und übertragbar und mithin wiederholbar ist?

>>   Wie verschiebt sich das Raum-Zeitempfinden im Alltag, wenn wir nunmehr in medialen Raumkompositionen leben, die nur noch Referenzen an die von uns als natürlich empfundenen Situationen sind?

>>   Was geschieht mit der Wahrnehmung des menschlichen Körpers, wenn digital bearbeitete Hüllen mit menschlichen Zügen zu Leitbildern geworden sind, die so tief in unsere Köpfe eingedrungen sind, dass wir durch unsere Augen nur noch diese Bilder suchen und als gültig erkennen?

Die Arbeit von blist setzt sich genau mit diesen Schnittstellen auseinander und versucht im Rahmen von performativen und installativen Arbeiten Wahrnehmungsbrüche und Utopien einer „gefühlten“ Natürlichkeit zu verarbeiten.So sollen Stücke im und für den Theaterraum entstehen, die dem Publikum auf der schmalen Grenze zwischen Alltagserfahrung und Theaterleben begegnen.